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Einspeisemanagement

Im Hinblick auf § 14 Abs. 1 i. V. m. 13 Abs. 2 EnWG und gemäß § 9 i. V. m. 14 EEG sind Anlagenbetreiber von EEG-Anlagen und KWKG-Anlagen verpflichtet, ihre Anlagen mit einer installierten Leistung > 100 kW mit technischen Einrichtungen auszustatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

Des Weiteren schreibt der Gesetzgeber im EEG für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie (Photovoltaikanlagen) eine detaillierte Leistungseinteilung vor:

  1. Anlagenbetreiber von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung 30 kW < P ≤ 100 kW müssen diese mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann.
  2. Anlagenbetreiber von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung ≤ 30 kW haben ein Wahlrecht.
    • Anlagenbetreiber von Photovoltaikanlagen müssen diese mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann
      - oder -
    • am Verknüpfungspunkt/Eigentumsgrenze der Photovoltaikanlage mit dem Netz die Wirkleistungseinspeisung dauerhaft auf 70 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen.

Weitere Informationen

§ 6 EEG 2012 / § 9 EEG 2014: Technische Vorgaben Neu-/Bestandsanlagen

Entschädigungszahlungen nach § 15 EEG (Härtefallregelung)

Funktionsweise Einspeisemanagement

  • Anschluss von EEG- u. KWKG-Anlagen in Mittelspannung (Netzbereiche 4 und 5)

    Hierzu sind die Bedingungen für den Einsatz von Sekundärtechnik bei Netzparallelbetrieb von Erzeugungsanlagen verbindlich anzuwenden

    Bedingungen für den Einsatz von Sekundärtechnik (PDF, 240 KB)

    Die technische Umsetzung des § 9 EEG für unser Netzgebiet erfolgt über eine Fernwirkankopplung nach IEC 60870-5-104.

    1. Beschaffung der Fernwirkanlage (FWA)

    Für die Beschaffung der FWA am Drittmarkt ist der Anlagenbetreiber verantwortlich.

    2. Parametrierung eines VPN-Routers und Abnahme der Fernwirkankopplung

    Für die Parametrierung des VPN-Routers sowie für die Abnahme der Fernwirkankopplung entstehen Kosten i. H. v. 1.228,11 € (netto). Hierfür erhält der Auftraggeber eine Rechnung. Bitte verwenden Sie ausschließlich das Formular:

    Auftrag zur Parametrierung eines VPN-Routers und Abnahme der Fernwirkankopplung (PDF, 650 KB)

    Das vollständig ausgefüllte Formular "Auftrag zur Parametrierung eines VPN-Routers und Abnahme der Fernwirkankopplung" senden Sie bitte an:
    Postalisch:

    TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG
    Netzvertrieb
    Schwerborner Straße 30
    99087 Erfurt

    Oder

    E-Mail: eisman@thueringer-energienetze.com

    Den VPN-Router und die weiterführenden Informationen (DSL-Router inklusive Zugangsdaten; (E)GPRS/UMTS-Modem inklusive freigeschalteter SIM-Karte + PIN und PUK) senden Sie bitte an:

    asc Systeme & Consulting GmbH
    Motzstraße 1
    99094 Erfurt
    Deutschland
    Telefon: 0361 66477-0
    Telefax: 0361 66477-22

    Nach Eingang wird der VPN-Router parametriert und entsprechend den Angaben auf dem Formular "Auftrag zur Parametrierung eines VPN-Routers und Abnahme der Fernwirkankopplung" wieder zugesendet. Bitte beachten Sie, dass bei fehlenden Informationen die Parametrierung nicht möglich ist!

    3. Inbetriebnahme der FWA

    Vor Inbetriebnahme der FWA sind alle auszutauschenden Informationen durch den Anlagenbetreiber bzw. dessen beauftragten Dritten zu testen. Für den Test sind der anlagenspezifisch parametrierte VPN-Router sowie die Fernwirkanlage installiert und in Betrieb. Das heißt, dass sowohl der anlagenspezifisch parametrierte VPN-Router als auch die Fernwirkanlage für den Netzbetreiber bereits zu erreichen sind und Daten übermitteln. Das Testergebnis ist zu dokumentieren und dem Netzbetreiber unaufgefordert zu übergeben. Hierzu ist das Formular "Betriebsbereitschaftserklärung Fernwirkankopplung" des Netzbetreibers zu verwenden.

    Betriebsbereitschaftserklärung Fernwirkankopplung (PDF, 1 MB)

    Auch bei Änderungen der FWA oder der Übertragungsart nach Inbetriebnahme ist der Netzbetreiber mit diesem Formular zu informieren.

    Nach erfolgter Prüfung senden Sie dieses Formular bitte an:

    Postalisch:
    TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG
    Netzvertrieb
    Schwerborner Straße 30
    99087 Erfurt

    Oder
    E-Mail: eisman@thueringer-energienetze.com

    Die Integration der FWA in das Leitsystem des Netzbetreibers erfolgt in Zusammenarbeit mit der Netzleitstelle (NLS). Nach Eingang der "Betriebsbereitschaftserklärung Fernwirkankopplung" wird sich ein Mitarbeiter des Netzbetreibers unaufgefordert mit dem hierauf vermerkten Ansprechpartner für die FWA in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen gemeinsamen Ab- und Inbetriebnahme der Fernwirkankopplung abstimmen. Kann die Abnahme der Fernwirkankopplung aufgrund von Versäumnissen, welche nicht durch den Netzbetreiber zu vertreten sind, nicht realisiert werden, so sind die dem Netzbetreiber dadurch entstehenden Mehrkosten vom Auftraggeber bzw. Rechnungsempfänger zu tragen. Der Auftraggeber bzw. Rechnungsempfänger erhält eine Rechnung. Dies gilt entsprechend, sofern die Abnahme der Fernwirkankopplung nicht an einem Tag realisiert werden kann.

    Änderungen nach der gemeinsamen Ab- und Inbetriebnahme der FWA in Verbindung mit der Erzeugungsanlage, welche Auswirkungen auf die ordnungsgemäße Umsetzung der Reduzierung der Leistungsabgabe haben könnten, sind dem Netzbetreiber schriftlich anzuzeigen und dürfen nur im Einvernehmen mit dem Netzbetreiber erfolgen.

    Für die durchgängige Funktionsfähigkeit ist der Anlagenbetreiber verantwortlich.

    Die zur Anmeldung bzw. weiterführenden Bearbeitung notwendigen Informationen und Formblätter sind im Internet unter www.thueringer-energienetze.com veröffentlicht und verbindlich anzuwenden.

    4. Ansprechpartner

    Sie haben technische Detailfragen zur Umsetzung des Einspeisemanagements im Netzgebiet der TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG? Nutzen Sie dazu bitte folgende Kontaktmöglichkeiten:

    Telefon: 0361 652–3526
    E-Mail: fwt@thueringer-energienetze.com

    Bitte halten Sie Ihre Registriernummer der Erzeugungsanlage, Stations-ID oder Netzanschlussvertragsnummer bereit bzw. geben diese bei sämtlichem Schriftverkehr zur eindeutigen Zuordnung Ihrer Erzeugungsanlage an.

    Zum Downloadbereich

  • Anschluss von EEG- u. KWKG-Anlagen in Niederspannung (Netzbereiche 6 und 7)

    Hierzu sind die Bedingungen für den Einsatz von Funkrundsteuerempfängern (nachfolgend FRSTE benannt) in Anschlussnehmeranlagen zur Leistungsreduzierung von Erzeugungsanlagen am Netz des Netzbetreibers verbindlich anzuwenden.

    Bedingungen für den Einsatz von FRSTE (PDF, 973 KB)

    1. Lieferung und Parametrierung eines FRSTE durch den Netzbetreiber

    Der Netzbetreiber kann die Beschaffung und Parametrierung eines FRSTE übernehmen. Die einmaligen Kosten hierfür betragen derzeitig 230,97 € (netto). Die notwendigen Umbau- und/oder Anpassungsmaßnahmen sowie Einbindung in Ihre Anschlussanlage sind nicht Gegenstand des Angebotes.

    2. Parametrierung eines FRSTE durch den Netzbetreiber

    Selbstverständlich kann sich der Anlagenbetreiber den FRSTE auch am Drittmarkt beschaffen.

    Bei der Bereitstellung eines FRSTE durch den Anlagenbetreiber und Parametrierung durch den Netzbetreiber bzw. dessen beauftragten Dritten entstehen einmalige Kosten i.H.v. 89,90 € (netto) für die Parametrierung eines FRSTE und den Versand des FRSTE. Hierfür erhält der/die Auftraggeber/-in eine Rechnung. Bitte verwenden Sie ausschließlich das Formular:

    Auftrag Parametrierung von Funkrundsteuerempfängern (PDF, 929 KB)

    Soweit Sie sich für die Variante entscheiden sollten, möchten Sie bitte folgendes beachten:

    Anforderungen an FRSTE 
    Empfangsfrequenz  129,1 kHz 
    Übertragungsprotokoll  SEMAGYR-TOP 
    Versorgungsspannung  230V/50Hz 
    Relais (Anzahl und Art)  6 Stück mit 25 A Schaltleistung 
    Antennenart  externe Antenne 

    Die jeweilige Geräteadresse wird vom Netzbetreiber vorgegeben und lässt sich nachträglich nicht mehr verändern!

    Den FRSTE senden Sie bitte zusammen mit dem vollständig ausgefüllten Formular "Auftrag Parametrierung von Funkrundsteuerempfängern" zur Parametrierung an:

    Postanschrift:                                             Lieferanschrift:
    HKW-Elektronik GmbH                              HKW-Elektronik GmbH
    Eisenacher Straße 42 B                               Röberstraße 2i
    99848 Wutha-Farnroda                              99848 Wutha-Farnroda

    Nach Eingang wird der FRSTE parametriert und entsprechend den Angaben auf dem Formular "Auftrag Parametrierung von Funkrundsteuerempfängern" wieder zugesendet.

    3. Inbetriebnahme des FRSTE

    Voraussetzung für die erfolgreiche Inbetriebnahme und den Betrieb ist die Einhaltung der Bedingungen für den Einsatz von Funkrundsteuerempfängern. Der Anlagenbetreiber oder dessen beauftragter Dritter informiert den Netzbetreiber schriftlich über die geplante Inbetriebnahme des FRSTE.

    Die Inbetriebnahmeprüfung ist durch einen im Installateurverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland eingetragenen Elektroinstallationsbetrieb durchzuführen. Die Ergebnisse und der Nachweis über die Funktion des FRSTE sind durch diesen zu protokollieren und dem Netzbetreiber unaufgefordert zu übergeben.
    Hierzu ist nachfolgender Vordruck des Netzbetreibers zu verwenden.

    Inbetriebnahme / Außerbetriebnahme von Funkrundsteuerempfängern (PDF, 1 MB)

    Änderungen nach Inbetriebnahme des FRSTE in Verbindung mit der Erzeugungsanlage, welche Auswirkungen auf die ordnungsgemäße Umsetzung der Reduzierung der Leistungsabgabe haben könnten, sind dem Netzbetreiber schriftlich anzuzeigen und dürfen nur im Einvernehmen mit dem Netzbetreiber erfolgen.

    Für die durchgängige Funktionsfähigkeit ist der Anlagenbetreiber verantwortlich.

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