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Verordnung zur Systemstabilität

Durch die zunehmende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien hat der Einfluss der Erzeugungsanlagen auf die Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes erheblich an Einfluss gewonnen. Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland bei unterschiedlichen Netzzuständen zu gewährleisten, ist das definierte Verhalten der Erzeugungsanlagen bei Über- und Unterfrequenzen durch den Anlagenbetreiber sicherzustellen. Die notwendigen Maßnahmen sind dazu in der Systemstabilitätsverordnung aufgeführt.

Die Nachrüstung der Frequenzeinstellungen für Photovoltaikanlagen ist im Netzgebiet der TEN Thüringer Energienetze erfolgreich und fristgerecht 2014 gemäß den Vorgaben aus der Systemstabilitätsverordnung abgeschlossen.

Nun sind auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Windenergieanlagen, Biomasseanlagen sowie Wasserkraftwerke mit in die Systemstabilitätsverordnung einbezogen.
Die Bundesregierung hat die Systemstabilitätsverordnung vom 20.07.2012 überarbeitet und die angepasste Verordnung ist somit am 14.03.2015 in Kraft getreten.

1. Anwendungsbereich & Fristen

Diese Verordnung gilt für die Nachrüstung von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung, Windenergie, fester Biomasse, EEG-Gas, flüssigen Brennstoffen und Wasserkraft mit Anschluss im Niederspannungs- und/oder Mittelspannungs- und/oder Hochspannungs- und/oder Höchstspannungsnetz. Von der Nachrüstung sind auch, soweit vorhanden, die sogenannten Entkupplungsschutzeinrichtungen betroffen.

Die Nachrüstung erfolgt für unterschiedliche Energieträger sowie Leistungsklassen innerhalb einer Frist von 12 Monaten ab Zugang der Nachrüstungsaufforderung. Zur besseren Übersichtlichkeit haben wir Ihnen die gesetzlichen Vorgaben bezogen auf den Anschluss in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.

Dieses Ziel ist nur mit Ihrer Unterstützung zu erreichen. Gleichwohl verpflichtet der Gesetzgeber Sie als Anlagenbetreiber(in) dafür Sorge zu tragen, dass die Nachrüstung gemäß den Vorgaben des Netzbetreibers erfolgt.

Energieträger installierte Leistung Inbetrieb-
nahme ab
Inbetriebnahme bis
HS MS NS
KWK  P > 5.000 kW alle 31.08.2004 31.12.2008 30.06.2012
100 kW < P ≤ 5.000 kW 01.01.2000
Wind P > 450 kW alle
Feste Biomasse P > 100 kW alle
Gasförmige und flüssige Biomasse, inkl. Biomethan P > 100 kW 01.01.2000
Wasserkraft P > 100 kW alle

 
2. Pflichten der Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber

Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie gemäß § 13 SysStabV zur ggf. erforderlichen Nachrüstung Ihrer Anlage und entsprechendem Informationsaustausch mit uns innerhalb der genannten Fristen gesetzlich verpflichtet sind. Eine Verletzung dieser Pflichten kann zur ersatzlosen Verringerung einer Förderung nach dem EEG (Einspeisevergütung oder Marktprämie) nach § 100 Abs. 4 EEG 2014 führen oder als Ordnungswidrigkeit geahndet werden (§ 23 SysStabV). Die Umsetzung der Nachrüstung wird überprüft.

3. Weitere Informationen

Die Systemstabilitätsverordnung sowie weiterführende Informationen rund um die Anmeldung im Kommunikationsportal der 50Hertz Transmission GmbH finden Sie auf folgenden Internetseiten.

Anmeldung Kommunikationsportal

Weitere Antworten auf häufige Fragen zum Nachrüstungsprozess und entsprechende Hintergrundinformationen finden Sie auf den Internetseiten des BDEW und der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

www.netztransparenz.de

Verordnung zur Gewährleistung der technischen Sicherheit und Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes

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