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EEG-Umlage

Die EEG-Umlage ist ein fester Bestandteil des Strompreises. Die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien wird durch sie refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Die EEG-Umlage wird von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich ermittelt und auf der gemeinsamen Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlich (i. d. R. am 15. Oktober für das Folgejahr).

Die Eigenversorgung unterliegt, ebenso wie der sonstige Verbrauch von Strom, der nicht von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefert wird, weiterhin grundsätzlich der vollen EEG-Umlage (§ 61 EEG 2017). Eine verringerte EEG-Umlage für EEG- und hocheffiziente KWK-Anlagen (§ 61b EEG 2017) gilt weiterhin.

Die aktuelle Höhe der EEG-Umlage finden Sie hier:

Jahr EEG-Umlagesatz in Cent/kWh Verminderter EEG-Umlagesatz in Cent/kWh
2014 6,240 1,8720 (30 %)
2015 6,170 1,8510 (35 %)
2016 6,354 2,2239 (40 %)
2017 6,880 2,7520 (40 %)


Bei Anlagen mit einer installierten Leistung von maximal 10 Kilowatt sind höchstens 10.000 Kilowattstunden selbstverbrauchtem Strom pro Kalenderjahr von der Abgabe ausgenommen (sofern eine Personenidentität vorliegt).

Des Weiteren sind im Wesentlichen folgende Sonderfälle von der EEG-Umlagepflicht ausgenommen:

  • Kraftwerkseigenverbrauch, also wenn der Strom in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungsanlage im technischen Sinne zur Stromerzeugung verbraucht wird.
  • Anlagen im Inselbetrieb, also Erzeugungsanlagen, die weder unmittelbar noch mittelbar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind.

Weitere Informationen können Sie aus der Empfehlung 2014/31 –Einzelfragen zur Anwendung des § 61 EEG 2014 bei EE-Anlagen - der Clearingstelle EEG entnehmen.

Übersicht über Neuregelungen zur EEG-Umlage zum 1. Januar 2017


Am 1. Januar 2017 sind einige relevante Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) zur EEG-Umlage auf Eigenversorgung in Kraft getreten:

  • Erhöhung der EEG-Umlage um 20 Prozent, wenn Eigenversorger die zur Prüfung der EEG-Umlagepflicht erforderlichen Angaben nicht fristgerecht meldet,
  • 20 Prozent EEG-Umlage ab dem 01.01.2018 bei Erneuerung oder Ersetzung von Bestandsanlagen,
  • bei Erweiterung muss 40 Prozent EEG-Umlage gezahlt werden.

Die EEG Umlage, die Sie an uns entrichten müssen, ermitteln wir aus den Zählerständen zum Jahresende und verrechnen diese – sofern möglich – mit der Einspeisevergütung. Die EEG Umlage führen wir anschließend an den Übertragungsnetzbetreiber ab. Damit die Höhe der EEG-Umlagepflicht bestimmt werden kann, ist eine geeichte Messung der erzeugten Energiemenge erforderlich. Neben dem Einspeisezähler ist folglich eine zusätzliche Erzeugungsmessung notwendig. Ist eine solche Messung bei Ihrer Anlage nicht installiert, wären wir gezwungen die erzeugte Energiemenge zu schätzen. Zudem fällt in diesem Fall gemäß § 61g EEG 2017 die EEG-Umlage auf Eigenversorgung in voller Höhe (100 Prozent) an.

Bei der unmittelbaren Belieferung von dritten Letztverbrauchern ist stets die volle EEG-Umlage an den Übertragungsnetzbetreiber zu zahlen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bundesnetzagentur.de/eeg-datenerhebung-uebersicht

Nachlesen können Sie den genauen Wortlaut der Neuregelung des EEG 2017 unter:
www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014

Sie haben Fragen zur EEG Umlage? Wir haben für Sie die häufigsten Fragen & Antworten zusammengestellt:
Fragen & Antworten EEG Umlage

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 bringt auch Neuerungen zur Stromsteuerbefreiung mit sich. Eine davon ist das sogenannte Doppelförderungsverbot. Der Gesetzgeber möchte zukünftig vermeiden, dass Anlagenbetreiber für EEG-geförderten Strom zusätzlich von einer Stromsteuerbefreiung profitieren.
Wir haben für Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Stromsteuerbefreiung zusammengestellt.

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