Bild: TEN-Mitarbeiter besprechen das Verlegen der Rohre.
Bertram Bölkow/TEN

Super Neuigkeiten für Langenbach

Langenbach erhält Anschluss an die Datenautobahn

Warum sich Ortsvorsteher Andreas Schreiber für den Schritt in die Digitalisierung stark machte, verrät er im Interview.

Herr Schreiber, Sie sind Elektromeister und vom Fach. Warum braucht Langenbach schnelles Internet?

Ganz einfach, weil wir sonst den Anschluss verlieren. Wer heute in Langenbach im Internet unterwegs ist, muss vor allem eines mitbringen: viel Zeit. Ich komme schon an meine virtuellen Grenzen, wenn ich per E-Mail ein paar Bilder versenden möchte. Das betrifft nicht nur mein Privatleben, sondern wir haben in Langenbach auch fast 20 Gewerbetreibende zu denen ich auch gehöre. Für uns ist Zeit Geld. Wer heute in der Geschäftswelt offline ist, hat eindeutig Wettbewerbsnachteile. Als Ortsvorsteher ist es meine Aufgabe Langenbach zukunftsfähig zu gestalten. Ohne ein Glasfasernetz dreht sich die digitale Welt von morgen ohne uns.

Für die technische Umsetzung sind die TEAG-Töchter Thüringer Netkom und die TEN Thüringer Energienetze verantwortlich. Wie sah der administrative Weg zum Breitbandausbau aus?

Wir hatten bereits den Fördermittelbescheid vom Land Sachsen für den grundhaften Ausbau der "Winterseite" vorliegen, die Bereitschaft der TEN Thüringer Energienetze für die Anschlüsse ans Erdgasnetz lag auch vor. Man war sich dann einig, dass man bei den Erdgaserschließungsmaßnahmen gleich auch die PVC-Rohre für die Glasfaserkabel und somit die Voraussetzung für schnelles Internet mit in die Erde bringt. Trotz der Bereitschaft aller Beteiligten war es allerdings ein langer und mitunter steiniger Weg. Letztendlich half uns aber das sogenannte DigiNetz-Gesetz weiter, das die Bundesregierung jüngst auf den Weg gebracht hat. Kurz gesagt steht da: Werden an öffentliche Verkehrswegen geförderte Baumaßnahmen durchgeführt und unter anderem neue Leitungen verlegt, müssen auch die Voraussetzungen für die Verlegung von Glasfaserkabeln geschaffen werden. Mit der TEN und der Netkom hatten wir dann zwei Unternehmen an der Seite, mit denen wir die weiteren Schritte schnell und unkompliziert gehen konnten.

Wie haben Sie die Bürger von Langenbach mit ins Boot geholt?

Es gab eine Bürgerversammlung, auf der die Langenbacher über die Ausbaupläne rechtzeitig und ausführlich informiert wurden. Klar, nicht jeder Langenbacher stellt seine Versorgung nun auf Erdgas um und es holt sich auch nicht jeder schnelles Internet ins Haus, aber für sehr viele Langenbacher waren das super Neuigkeiten.

Bild: Baustelle beim Verlegen neuer Leitungen
Bertram Bölkow/TEN

Mit neuen Leitungen werden die Voraussetzungen für die Verlegung von Glasfaserkabeln geschaffen.

Thüringer Netkom

Die Thüringer Netkom ist eine Telekommunikationstochter der TEAG. Aktuell verfügt das Weimarer Unternehmen über ein Glasfasernetz von über 5.500 Kilometern Länge. Allein in Mühlhausen, das aktuell über das leistungsfähigste Glasfasernetz in Nordthüringen verfügt, kamen beim Ausbau 2016 insgesamt 40 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde.

Rund 18.000 Haushalte verfügen dort nun über schnelle Breitbandanschlüsse. Federführend bei der Umsetzung waren die Stadtwerke Mühlhausen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Thüringer Netkom.

Interesse?

Haben Sie Interesse an einem schnellen Internetzugang? Die Thüringer Netkom berät Sie gerne!

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