Dienstag, 23. Juni 2026
Gemeinsam mit 40 Führungskräften der Feuerwehren aus dem Kyffhäuserkreis und Vertretern der Kommunalpolitik, hat die TEAG-Netztochter TEN Thüringer Energienetze in Ebeleben über Krisenvorsorge und den Umgang mit Stromausfällen gesprochen. Im Mittelpunkt des Treffens vorige Woche stand die Frage, wie sich Kommunen, Einsatzkräfte und TEN Thüringer Energienetze gemeinsam auf Krisensituationen vorbereiten können.
Deutlich wurde: Ein gemeinsames Lageverständnis, klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Kommunikation und eine gute Vorbereitung aller Beteiligten sind entscheidende Voraussetzungen für eine wirksame Krisenvorsorge.
Ebeleben 5.6.2026 „Unser Netz ist leistungsfähig, aber wie jede kritische Infrastruktur auch verwundbar. Als Netzbetreiber tragen wir Verantwortung für einen sicheren und resilienten Netzbetrieb“, erklärte TEN-Geschäftsführer Frank-Peter Tille vor den Feuerwehr-Führungskräften. „Gleichzeitig braucht es die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Feuerwehren und weiteren Akteuren, um im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben. Deshalb müssen wir uns gemeinsam auf Krisensituationen vorbereiten und frühzeitig handeln. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Kommunen vor die Lage zu kommen“, sagte TEN-Geschäftsführer Tille weiter. Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Ebeleben Steffen Gröbel stellte die Vertreter der Netzgesellschaft TEN Thüringer Energienetze ihre Aufgaben und Maßnahmen für außergewöhnliche Schadenslagen vor.
„Ein länger andauernder Stromausfall stellt Kommunen vor große Herausforderungen. Dann sind Feuerwehren und Einsatzkräfte die ersten Ansprechpartner für die Menschen vor Ort. Deshalb ist es wichtig, bereits vorab gemeinsam mit den Netzbetreibern Szenarien zu besprechen und sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, wie wichtig dieser Austausch für alle Beteiligten ist. Wir konnten alle davon profitieren“, so der Ebelebener Bürgermeister Steffen Gröbel.
Die TEN Thüringer Energienetze erläuterte im Vortrag ihre Rolle in außergewöhnlichen Schadenslagen – hier vor allem die Sicherung des Netzbetriebs, die Behebung von Havarien sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Konzepten und Plänen für Krisensituationen. Darüber hinaus verfügt die TEN Thüringer Energienetze über technische und personelle Ressourcen, die bei außergewöhnlichen Schadenslagen kurzfristig zur Unterstützung bereitgestellt werden können. Hierzu gehören beispielsweise Notstromaggregate und zusätzliches Fachpersonal, wie sie zuletzt unter anderem bei den Anschlägen auf die Stromversorgung in Berlin Anfang Januar 2026 eingesetzt wurden.
Krisenvorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe
Deutlich wurde weiter: Eine wirksame Krisenvorsorge gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Um für Krisensituationen gewappnet zu sein, braucht es ein abgestimmtes Vorgehen von Netzbetreibern, Kommunen, Feuerwehren und weiteren relevanten Akteuren vor Ort. Dazu zählt das gemeinsame Verständnis möglicher Schadenslagen, die frühzeitige Planung und Organisation von Vorsorgemaßnahmen sowie die Vorbereitung und Erprobung konkreter Abläufe im Krisenfall. Nur durch eine kontinuierliche Vorbereitung aller Beteiligten kann im Ernstfall schnell, koordiniert und wirksam gehandelt werden.
Nächste Schritte vereinbart
Im Rahmen des Austauschs wurden konkrete nächste Schritte identifiziert. Dazu gehört unter anderem eine Ortsbegehung zur Prüfung von Standorten und Einspeisepunkten für Notstromaggregate. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit einer gemeinsamen Krisenübung besprochen, um Abläufe und Kommunikationsketten zu testen und weiterzuentwickeln.
„Krisenvorsorge beginnt lange vor dem eigentlichen Ereignis. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten frühzeitig miteinander ins Gespräch kommen, ihre Rollen kennen und Abläufe gemeinsam durchdenken. Der heutige Austausch war dafür ein wichtiger Schritt“, so TEN-Netzprofi Frank-Peter Tille.