Bild: Zwei Geschäftspartner verhandeln miteinander, auf dem Tisch liegen Geld, Vertragsunterlagen, ein Taschenrechner und ein Holzhaus
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Entschädigungszahlungen

Bei kritischen Netzsituationen oder Netzengpässen werden EEG- und KWK-Anlagen, welche mit einer entsprechenden technischen Einrichtung ausgestattet sind, durch ein Reduktionssignal (60, 30 oder null Prozent) zur Absenkung ihres eingespeisten Stroms angewiesen. Dies dient der Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Anlagenbetreiber, deren Einspeisung aufgrund eines Netzengpasses im Rahmen des Einspeisemanagements (ESM) nach § 14 Abs. 1 EEG 2017 reduziert wird, haben gemäß § 15 Abs. 1 S. 1 EEG 2017 einen Anspruch auf eine Entschädigung. Der Netzbetreiber, in dessen Netz die Ursache für den Netzengpass nach § 14 EEG 2017 liegt, hat die Kosten der Entschädigung zu tragen. Gegenüber den betroffenen Anlagenbetreibern haftet er gesamtschuldnerisch mit dem Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist.

Ihr Kontakt

Franziska Fischer
Bei Fragen zu den durchgeführten Abschaltungen aufgrund einer Einspeisemanagement-Maßnahme und Entschädigungszahlungen

Tel.: 0361 652-2522

Fax: 0361 652-787475

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen & Antworten zu Entschädigungszahlungen bei Einspeisemanagement-Maßnahmen

  • Wie werden Anlagenbetreiber über die Maßnahme informiert?

    Sobald eine Einspeisemanagement-Maßnahme (ESM) erfolgte, wird diese unter „durchgeführte Abschaltungen“ veröffentlicht. Der Anlagenbetreiber wird derzeit per Email über eine erfolgte ESM-Maßnahme informiert. Sollte von dem Anlagenbetreiber keine E-Mail-Adresse vorliegen, wird der bei uns hinterlegte technische Betriebsführer informiert. Bitte teilen Sie uns Ihren technischen Betriebsführer mit Hilfe des aufgeführten Formulars mit.

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  • Wie erfolgt die Auszahlung der Entschädigung?

    Im darauffolgenden Monat, in der die ESM-Maßnahme stattfand, wird die Entschädigungszahlung für die betroffene Anlage berechnet und dem Anlagenbetreiber zur Prüfung weitergeleitet. Wenn alles korrekt ist, wird eine Rückmeldung an den Netzbetreiber erwartet und die Auszahlung der Entschädigungszahlung wird in die Wege geleitet.

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  • Wie wird die Entschädigung ermittelt?

    Bei der Ermittlung der Entschädigung ist die elektrische Arbeit, welche aufgrund des Einspeisemanagements nicht eingespeist werden konnte, der Hauptbestandteil. In dem „Leitfaden zum Einspeisemanagement“ der Bundesnetzagentur sind zwei Verfahren für die Ermittlung der Ausfallarbeit beschrieben.

    • Pauschalabrechnungsverfahren
    • Spitzabrechnungsverfahren

    Der Anlagenbetreiber kann sich je Kalenderjahr für ein Verfahren festlegen.

    Bitte beachten Sie: Für „Neuanlagen“, welche ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb genommen wurden, besteht gemäß § 15 Abs. 1 EEG 2017 lediglich ein Anspruch auf 95 Prozent der entgangenen Einnahmen. Dadurch trägt der Anlagenbetreiber einen gewissen „Selbstbehalt“ an seinen entgangenen Einnahmen, den er nicht ersetzt bekommt. Um diese schwer kalkulierbaren Risiken für den Anlagenbetreiber zu beschränken, ist der „Selbstbehalt“ gedeckelt. Ab dem Zeitpunkt, an dem die entgangenen Einnahmen in einem Jahr ein Prozent der Gesamteinnahmen (EEG-Vergütung + Direktvermarktung + Entschädigungszahlung) des Jahres übersteigt, kann zu 100 Prozent entschädigt werden. Eine Nachberechnung kann im Folgejahr erfolgen.

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  • Pauschal- oder Spitzabrechnungsverfahren – was ist der Unterschied?

    Bei dem Pauschalverfahren wird vereinfacht unterstellt, dass die letzte vollständig gemessene Viertel-stunde vor der Einspeisemanagement-Maßnahme pauschal für die gesamte Zeit der Maßnahme angesetzt wird.

    Beim Spitzabrechnungsverfahren werden dagegen der Wetterverlauf bzw. die Wetterdaten hinzugezo-gen. Bei Photovoltaikanlagen werden hierfür die Einstrahlmesswerte und bei Windkraftanlagen die gemessenen Windstärken benötigt.

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