Bild: Eine Tastatur, die Enter-Taste ist grün und ein Hochspannungsmast ist darauf abgebildet.
VRD/Fotolia.com

Netzausbauplan

Auf dem Weg zum Stromnetz der Zukunft

Mit der Energiewende wird Energieerzeugung auch in Thüringen immer dezentraler. Tausende Kleinkraftwerke, die aus Wind und Sonne Strom erzeugen, werden nach und nach in unser Versorgungsnetz integriert. Bundesweit soll künftig mindestens 80 % der Erzeugungsleistung aus dezentraler Energiegewinnung eingespeist werden. Im Bereich der Flächennetzbetreiber der Regelzone 50Hertz („Flächennetzbetreiber Ost“) werden in einigen Netzregionen heute sogar schon 98% erreicht. Immer mehr kleine Zuflüsse speisen damit den großen Energiestrom der Hoch- und Höchstspannungsnetze. Die dafür notwendigen Ausbaumaßnahmen wurden bereits in den Netzausbauplänen 2013, 2015 und 2017 (NAP2013, NAP2015, NAP2017) detailliert dargestellt. Dabei ist deutlich zu erkennen, dass der Netzausbaubedarf der Verteilnetzbetreiber ebenso erheblich wie der der Übertragungsnetzbetreiber ist.

Der inzwischen vierte gemeinsame Netzausbauplan (NAP2019) – die abgestimmte Netzausbauplanung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Flächennetzbetreiber Ost (ARGE FNB Ost) – schreibt diese Entwicklung fort. Berücksichtigt wird hierbei der Netzentwicklungsplan Strom 2030 (Version 2019) der Übertragungsnetzbetreiber sowie der veränderte ordnungspolitische Rahmen. Erstmals wurde der Einfluss von Flexibilitäten auf den Netzausbau untersucht.

Damit erfüllt der NAP2019 die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Der Netzausbauplan bezieht sich auf die Gebiete der beteiligten Netzbetreiber Avacon Netz, E.DIS Netz, ENSO NETZ, MITNETZ STROM, Stromnetz Berlin, Stromnetz Hamburg, WEMAG Netz und TEN Thüringer Energienetze.