Der Entwurf für das Wasserstoff-Kernnetz auf der Planungsveranstaltung von GASCADE, Ferngas und Thüringer Energienetze
Paul-Philipp Braun/TEN

Planung

Gemeinsam mit unseren Partnern GASCADE und Ferngas streben wir an, wichtige Thüringer Industriestandorte perspektivisch an das Wasserstoff-Kernnetz anzuschließen – vorbehaltlich der Entstehung der vorgelagerten Infrastruktur, ausreichender und langfristig tragfähiger Wasserstoffbedarfe sowie gegebener Refinanzierbarkeit der Verteilnetze. Hiermit wollen wir der Industrie auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft mehr Planungssicherheit für den eigenen Unternehmensstandort geben und gleichzeitig eine bedarfsgerechte und effiziente Transformation der leitungsgebundenen Netzinfrastruktur vorantreiben.

Um dies zu bewerkstelligen, ist eine kontinuierliche und gemeinschaftliche Planung über alle Netzebenen hinweg vorgesehen.

TEN/TEN

Eine wesentliche Eingangsgröße in die Planungsbemühungen bilden die Wasserstoff-Bedarfsmeldungen aus Industrie und Gewerbe. Für eine mögliche Bereitstellung einer leitungsgebundenen Infrastruktur für Wasserstoff – parallel zum bestehenden Erdgasnetz – wurden diese Bedarfe neben netzhydraulischen Aspekten in die gegenwärtige Transformationsplanung einbezogen.

Die derzeitige Planung basiert dabei überwiegend auf frühen, nicht bindenden Interessensbekundungen potenzieller Wasserstoffnutzer. Die dargestellten Infrastrukturprojekte stellen daher keine verbindliche Ausbauplanung dar, sondern den aktuellen Planungsstand auf Basis der heute erkennbaren Bedarfssituation.

Für die Priorisierung und mögliche Umsetzung einzelner Infrastrukturmaßnahmen sind zusätzliche sowie langfristig belastbare Bedarfsmeldungen von zentraler Bedeutung. Technische Umstellungs- und Neubaumaßnahmen können nur dort realisiert werden, wo ein ausreichender und dauerhaft tragfähiger Wasserstoffbedarf erkennbar ist und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Umsetzung ermöglichen.

Bitte stimmen Sie Ihre zukünftigen Leistungsanforderungen für Wasserstoff frühzeitig mit uns ab. Die gemeldeten Bedarfe bilden eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung der Transformationsplanung sowie für die Bewertung und Priorisierung möglicher Infrastrukturmaßnahmen.

Mit dem nun vorliegenden Planungsentwurf legen wir den Rahmen für eine initiale H2-Anbindung von sieben Industrieregionen an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz mit einem Planungshorizont bis zum Jahr 2029 vor. Unser Ziel ist es, so bereits bis zum Ende des Jahrzehnts eine bedarfsgerechte, sichere und effiziente Wasserstoffversorgung für die Region zu entwickeln – sofern der Markthochlauf und die Fertigstellung des vorgelagerten Kernnetzes dies erlauben.

So sehen die aktuellen Planungen vor, erste technische Umstellungs- und Neubaumaßnahmen ab dem Jahr 2027 schrittweise zu beginnen, um den Anschluss der Regionen möglichst bis zum Ende dieses Jahrzehnts ermöglichen zu können. Exemplarisch dafür stehen die Erschließung der Industrieregion Thörey / Erfurter Kreuz und das Projekt H2-Hub Nord-West-Thüringen.